Alte Eichen im Hürstholz

Im Hürstholz trifft man an verschiedenen Orten auf alte Eichen, die besonders ins Auge fallen, weil sie mit dem sonstigen Waldbild kontrastieren. Sie sind Relikte früherer Waldnutzungsformen, die bis vor etwa 100 Jahren in der Region noch weit verbreitet waren. Ausgewählte Bäume liess man zu kräftigen Überhältern heranwachsen, während das Unterholz regelmässig zur Brennholzgewinnung abgeerntet wurde oder der Waldweide ausgesetzt wurde. Die Ortsgeschichtliche Sammlung Seebach fand heraus, dass der Name ‚Hürst‘ sich von ‚Gestrüpp‘ ableitet. Dies kann als Hinweis auf einen dichten Unterwuchs mit vielen Stockausschlägen gelesen werden - oder auch auf das magere Erscheinungsbild eines ausgebeuteten Waldes anspielen. Anfang des 20. Jh. begannen dann schnellwachsende Nadelholzkulturen das Waldbild zu prägen. In der heutigen Waldwirtschaft werden Eichenbestände wieder aktiv gefördert. Besonders schöne Eichengruppen stehen am Rand der Hürstwiese.

Eichen Hürstwiese

Karte Eichenstandorte

Nachweis der Karten
swissALTI3D© swisstopo(DV5704003911)